Veranstaltungskalender

 

The Eschwege Institute and its founders Holger and Gesa have always impressed me with their integrity, skill, depth of understanding, and heart. It has been an honour and personal pleasure to be associated with their important work, and their vision to support the reintroduce of earth-based wisdom into the mainstream of the future.
Meredith Little (Mitbegründerin von Rites of Passage Inc. in 1976 und der School of Lost Borders)
The Eschwege Institute is one of the much needed watering holes in these turbulent times. I, and I know many others, will do all we can to encourage and ensure their continued work and success. The teachings of nature, rites of passage and way of council are fortunately seeded in this small village and carried from there to so many in Europe by Holger and Gesa and the many people they train.
The integrity they embody is essential for building bridges, truth-speaking, heartful listening and the waking up that is so needed in our homes, schools, communities, businesses and governments. With their devotion and commitment to the work, I have both excitement and sense of hope in this kind of new leadership for our times.
Gigi Coyle (Council Trainerin, soziale Brückenbauerin und Mitautorin von “The Way of Council”, bzw. “Der große Rat”)

 

Ausbildung Weiterbildung Hessen e.V.

 

 

 

Hinter den Höfen 10, 37276 Neuerode, Tel.: +49 (0)5651 951360, Fax.: 952144, Mobil.: +49 (0)172 6315620 info@campus-peregrini.de, www.campus-peregrini.de

Die Weiterbildungs-Akademie des Eschwege-Instituts

Zweijährige berufsbegleitende Ausbildung in initiatischer Prozessbegleitung und Visionssucheleitung

AusbildungBeginn: 04. bis 06.05.2012
Mind. 45 Tage in 2 Ausbildungsjahren und 2 möglichen Abschlussgraden.

Moderne Prozessbegleitung ist die folgerichtige Antwort auf eine wachsende gesellschafts-politische Herausforderung. Diese besteht darin, Wandlungs– und Übergangsprozesse Einzelner, sowie von Teams, Firmen und Institutionen, effektiv, kraftentfaltend und nachhaltig zu gestalten, bevor sie zu persönlich und volkswirtschaftlich schädlichen Dauerkrisen stagnieren.

 

Was ist Initiatische Prozessbegleitung®?

Übergangsprozesse wie Trennung, Burn out, Pubertät, Loslösung, Midlife Crisis, usw., sind letztlich Wachstumskrisen, also jene Schwellenzustände, in denen das Alte nicht mehr und das Neue noch nicht trägt.
Initiatische Prozessbegleitung® ist eine zeitgemäße Herangehensweise, Übergangsprozesse als Wachstumskrisen anzunehmen und dann kraftentfaltend zu gestalten.
Dazu arbeiten wir mit der gemeinschaftsbildenden und gewaltfreien Kommunikationsform „Council“, wahrnehmungs- und entwicklungspsychologischen Modellen, sowie darauf basierende Methoden des tieferen Selbstverstehens in der Natur.
Solche Prozessbegleitung kann in moderne Formen von Übergangs-Ritualen, wie etwa der Visionssuche münden. Mit deren Hilfe können Wandlungsprozesse abgeschlossen, bzw. neue klar begonnen werden. Unser Ansatz ist pankulturell, überkonfessionell und für den modernen Menschen, unabhängig vom sozialen, religiösen oder kulturellen Hintergrund, zugänglich.

Zielgruppen:

Menschen, die professionell oder ehrenamtlich mit Menschen oder Gruppen in Übergangs-Krisen arbeiten, also mit Menschen in Pubertäts- und Midlife - Krisen oder in anderen Krisensituationen wie Trennung, Sucht, Arbeitslosigkeit, Burn out, Krankheit, Sinnsuche, Trauer, Sterben und Tod.
Aber auch wer mit Teams, Firmen, oder andere Gruppen arbeitet, die durch Change Prozesse gehen. Also: Tätige in helfenden / pädagogischen, sowie in beratenden und moderierenden Berufen. Es nehmen jedoch auch jedes Jahr Menschen teil, die die Ausbildung als Intensivkurs für ihr persönliches Wachstum nutzen.

Tätige in helfenden und pädagogischen Berufen

Im Alltag der helfenden und pädagogischen Berufe zeigt sich ein wachsender Bedarf, Übergangs-Prozesse von Neubeginn und Loslösung kraftentfaltend gestalten und begleiten zu können.

Die Rollendefinition und Arbeitsweise moderner Prozessbegleitung (von uns „Initiatische Prozessbegleitung*“ genannt), stellt sich immer mehr als die bisher fehlende Ergänzung im Zusammenspiel der Kräfte, Ansätze und Methoden helfender Berufe heraus.

Das berufliche Fachwissen zu den entwicklungspsychologischen Gesetzmäßigkeiten von Übergangsprozessen, sowie das berufliche Handwerkszeug solche Prozesse aufzuzeigen, zu gestalten und zu begleiten, werden als fachliche Kompetenzen im wachsenden Maße eingefordert und sind Erfolgsfaktoren bei den Anforderungen am Arbeitsplatz.

Das berufliche Selbstverständnis moderner Prozessbegleitung, ist als dritte Instanz agieren zu können, als Mentor, der auf keiner der Seiten steht und den Betroffenen hilft die Antworten auf ihre brennenden Fragen in sich selbst zu finden.

Tätige in beratende und moderierende Berufe

In Zeiten des demographischen, des technischen und medialen Wandels, in Zeiten in denen viele mittelständische Betriebe wirtschaftlich schlicht am Generationswechsel von den Firmengründern zu ihren Nachfolgern scheitern, wo von einem sauberen Change Management der Erhalt vieler Arbeitsplätze abhängt, ist berufliches Fachwissen zu den entwicklungspsychologischen Gesetzmäßigkeiten von Übergangsprozessen, sowie das berufliche Handwerkszeug solche Prozesse aufzuzeigen, zu gestalten und zu begleiten, von ausschlaggebender Bedeutung.

Die Ausbildung und ihre Ziele

Ausbildung IP

Dieses zweijährige Berufsbegleitende Ausbildungsangebot, ist durch die Kombination von Grundlagen- und Praxisseminaren mit Seminaren zu speziellen Fachthemen, besonders umfassend. Die Fachthemenseminare werden von weltweit renommierten Experten abgehalten. Dies ermöglicht das Kennen lernen diverser international maßgeblicher Fachmeinungen und beruflichen Umsetzungsmöglichkeiten.

Hauptbildungsziel ist es, die hochwirksamen Methoden der Initiatischen Prozessbegleitung®* (siehe Begriffsklärung weiter unten) da hin zu tragen, wo täglich mit Menschen und Institutionen in Übergangskrisen gearbeitet wird, nämlich in die helfenden und pädagogischen, sowie in die beratenden und moderierenden Berufe.

Dazu werden profundes theoretisches und fachliches Wissen, Methoden, Selbsterfahrung und hinreichend viele Praxiserfahrungen vermittelt. Absolventen und Absolventinnen dieser Ausbildung sollen in den verschiedenen individuellen beruflichen Einsatzgebieten, den Bedarf an initiatischer Prozessbegleitung, tieferem Selbstverstehen usw. erkennen und gestaltend ausführen können.
Dieses Ziel kann darüber hinaus in eine individuell gewählte Richtung verfeinert werden, da die Grundlagen- und Praxisseminare, mit den o. g. Seminaren zu speziellen Fachthemen kombiniert werden. Mit dem Begriff „Initiatische Prozessbegleitung*“ ist neben der „Prozessbegleitung“ auch die „Initiation“, also die Arbeit mit modernen Übergangsritualen angesprochen, mit deren Hilfe Wandlungsprozesse abgeschlossen, bzw. neues Wachstum klar begonnen werden können. Diese Ausbildung beinhaltet deshalb auch Qualifikationen bis hin zur Leitung von Visionssuchen.

Qualitätsreferenzen

Als geprüfte Weiterbildungseinrichtung, darf das Qualitätssiegel der Weiterbildung Hessen e.V. geführt werden. Außerdem sind das Eschwege Institut, der Campus Peregrini und Fachthemenseminare durch das Institut für Qualitätsentwicklung des hessischen Kultusministeriums akkreditiert worden. Ausbildung VisionssucheSchulpädagog/innen können also Fortbildungspunkte erhalten. Das Eschwege Institut ist Mitglied der IGFH, des deutschsprachigen Visionssucheleiter/innen Netzwerkes, des Wilderness Guides Councils in den USA, sowie des European Council Networks.
Wir stehen mit unserer Arbeit in der Tradition der School of Lost Borders und der Ojai Foundation in Kalifornien. Dies bedeutet: Wir vertreten einen „pankulturellen“ Ansatz, der heutigen Menschen, unabhängig von ihrem kulturellen, religiösen und sozialen Hintergrund, zugänglich ist.

Holger & Gesa Heiten haben den Begriff "Initiatische Prozessbegleitung" aus Gründen der Qualitätssicherung ihres Ausbildungsangebotes gesetzlich schützen lassen: (Copyright 2003 by Holger & Gesa Heiten- all rights reserved).

Ausbildungs-Struktur

Die Ausbildung kann mit zwei aufeinander aufbauenden Abschlussgraden abgeschlossen werden, oder mit anderen Worten, durchläuft die Ausbildung zwei mögliche Stufen:

1. Abschlussgrad (IP): Absolvent/innen sind „Initiatische Prozessbegleiter/innen“ und qualifiziert kleinformatige Übergangsrituale bis hin zum 24 Stunden Solo zu leiten (siehe Ausbildungsstruktur weiter unten).

2. Abschlussgrad (IPV): Absolvent/innen sind „Initiatische Prozessbegleiter/innen und Visionssucheleiter/innen“ und qualifiziert Visionssuchen zu leiten. Sie haben dazu aufbauend auf den Abschlussgrad IP, die dafür vorgesehenen zusätzlichen 3 Ausbildungsmodule belegt (siehe Ausbildungsstruktur weiter unten).

ACHTUNG: Hier Informationen mit weiteren Details zu Ausbildungs-Struktur, -Inhalten und -Zeiten als PDF zum Download.

Die ausführliche Ausschreibung zur Ausbildung, inklusive der Kosten, kann beim Eschwege-Institut, bzw. beim Campus Peregrini in Papier angefordert werden. Informationen zu den allgemeinen Geschäftsbedingungen finden Sie unter der Rubrik Allgemeine Geschäftsbedingungen.

Der Campus Peregrini führt auch betriebsinterne Fortbildungen und Teamentwicklungen in z.B. Jugendhilfeeinrichtungen durch.

Die innere Haltung ist uns wichtig

Campus Peregrini (lateinisch für Campus der Pilger), ist ein geschützter Ort ständiger persönlicher und beruflicher Weiterentwicklung. Pilgerschaft ist aus unserer Sicht letztlich eine Suche nach einem tieferen Zuhause in sich selbst, denn selten war ein Pilger jemals wirklich nach Santiago, Rom oder Jerusalem unterwegs.

Jeder Mensch ist früher oder später ein Pilger

In den Wachstums- und Übergangskrisen, durch die wir im Leben gehen, müssen unsere Mythen, unsere Konzepte darüber, wie wir uns selbst und das Leben erklären, zerfallen. Wir fühlen uns haltlos und verloren, bis wir erkennen, dass nur eine weitere Schale, gewissermaßen eine alte Haut abgefallen ist, unter der sich eine neue, eine tiefere Wahrheit über uns zeigt. Wir ahnen, dass es nicht die letzte Schale war, die fallen musste und das wir unterwegs sind zu einem tieferen Kern.

Der Kreis als Lehrer

Eine Tätigkeit des Pilgerns besteht darin, sich gegenseitig an das zu erinnern, was wir immer schon über den Weg zu diesem tieferen Kern wussten, jedoch im Vielen des Alltags aus den Augen verlieren. Wer andere Menschen durch Krisen begleiten will, muss lernen den respektvoll zuhörenden Rahmen des Council zu halten. Er/ Sie muss lernen, wie man Antworten findet, die im Fragenden, als unübertreffbaren Experten, bereits angelegt sind und schließlich würdevolle Rituale der Loslösung zu gestalten. Zu allererst aber muss ein Mentor / eine Mentorin sich selbst auf dem Weg wissen und braucht deshalb, über die Schulung hinaus, selber Begleitung. Das bewusste eigene, begleitete „Auf dem Weg sein“, schafft nicht nur Demut und Augenhöhe, sondern verhindert auch, dass ein Mentor mit dem eigenen Unerlösten, den Prozessen anderer, ohne es zu wollen, im Wege steht.
Wir gehen davon aus, dass eine Technik an sich wenig wert ist, wenn sie nicht mit der Authentizität und einem grundsätzlich wertschätzenden und würdigendem Menschen- und Weltbild des Mentors einher geht.

Beispiel: Das Einsatzgebiet Jugendhilfe

1. Beteiligungsverfahren
Die das tiefere Selbstverstehen fördernden Methoden der Initiatischen Prozessbegleitung, werden in besonderem Maße der im § 8 des Kinder – und Jugendhilfegesetzes geforderten Beteiligung Jugendlicher an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe, gerecht.Ausbildung Jugendhilfe Tieferes Selbstverstehen eines Jugendlichen in einer Jugendhilfe-Einrichtung z.B., führt zu tieferem Fallverstehen aller Beteiligten. Ein Jugendlicher, der sagen kann, wie er seine aktuelle Situation versteht, was er braucht oder nicht brauchen kann, kann ein Hilfeplan-Gespräch z.B. viel konstruktiver mitgestalten und wird sich später viel leichter an dort beschlossene Vereinbarungen halten wollen. So werden im beruflichen Alltag unnötige Reibungsverluste im erheblichen Ausmaß verhindert.

2. Prozess -begleitung und -gestaltung
Viele Probleme der Jugendhilfe lassen sich auf nicht erkannte oder verstandene Übergangskrisen Jugendlicher auf ihrem schweren Weg zum Erwachsenwerden zurückführen.
Wenn solche Übergangsprozesse in gesellschaftspolitisch relevanten Sackgassen wie Orientierungslosigkeit, Arbeitslosigkeit, Kriminalität, Drogensucht, Stagnation und ähnlichem enden, dann meist weil keine kundigen, in diesem Feld beruflich weitergebildeten Erwachsene da sind, die diesen Prozess würdigend begleiten könnten.

Die Initiatische Prozessbegleitung nimmt die unbewusste Sehnsucht Jugendlicher nach Initiation in sich selbst und in die soziale Welt in der sie leben, ernst. Initiation beschreibt eine der kollektiv unbewusst stärksten Sehnsüchte Jugendlicher. Auswirkungen dieser Sehnsucht sind u. a. in einer Vielzahl Selbst- und Fremdgefährdender Selbst-Initiations-Versuchen (z.B. Mutproben) beobachtbar.

Ausbildungsleitung

Eschwege-Institut und Campus Peregrini wurden von Holger & Gesa Heiten gegründet und werden von ihnen geleitet. Als Ausbildungsleiter führen sie alle Grundlagenseminare durch.

Eschwege InstitutHolger & Gesa Heiten haben den Begriff "Initiatische Prozessbegleitung" selber geprägt und aus Gründen der Qualitätssicherung ihres Ausbildungsangebotes gesetzlich schützen lassen (Copyright 2003 by Holger & Gesa Heiten- all rights reserved).
Mit unserer Arbeit stehen wir in der Tradition der School of Lost Borders, sowie der der Ojai Foundation in Kalifornien. Dies bedeutet: Wir vertreten einen „pankulturellen“ Ansatz, der heutigen Menschen unabhängig von ihrem kulturellen, religiösen und sozialen Hintergrund, zugänglich ist.

 

Holger Heiten

 

*1966, verheiratet und Vater zweier Kinder, verbindet seine langjährige Erfahrung mit Übergangsritualen in der Natur (seit 1985), mit denen, die er als Dipl. Soz. Päd., Gestalttherapeut und Psychotherapeut HpG., in der stationären Suchttherapie und Jugendhilfearbeit sammelte. Ausbildungen zum Visionssucheleiter und in initiatischer Naturarbeit, in der School of Lost Borders, Kalifornien, bei Steven Foster & Meredith Little und bei Haiko & Verena Nitschke in Deutschland. Zusätzlich: Körpertherapeutische Ausbildungen. Seit 2001 Trainer für Fort- u. Weiterbildungen.

 

 

Gesa Heiten

*1966; verheiratet, Mutter zweier Kinder; Diplom Psychologin, Visionssucheleiterin mit Ausbildung in der School of Lost Borders, bei Steven Foster und Meredith Little und in Deutschland bei Haiko & Verena Nitschke. Gesa Heiten ist Führungskraft und internationale Führungskräfte-Trainerin. Sie ist neben der Arbeit im Institut als Prozessmoderatorin, Beraterin und Coach, in der personal- und Organisationsentwicklung tätig.

Holger & Gesa Heiten sind in der Tradition der Ojai Foundation, von Gigi Coyle und Marlow Hotchkiss im „Way of Council“ und von Amber McIntyre und David Jessup in „Paar-Council“ ausgebildet.

Beide sind Gründer von Business Quest Network (www.businessquestnetwork.de) und Mitbegründer des AIP e.V. (www.aip-ev.org).

Seit 2003 bieten sie ein eigenes Ausbildungsprogramm an. Beide sind in alle für ihre Arbeit bedeutsamen internationalen Netzwerken integriert und unterhalten Beziehungen zu den maßgeblichen Lehrern / Ältesten und Vertretern ihrer Fachgebiete.

 

Beginn: 04. bis 06.05.2012, mind. 45 Tage in 2 Ausbildungsjahren und 2 möglichen Abschlussgraden.

Council Ausbildung

Council ist eine gewaltfreie und gemeinschaftsbildende Kommunikationsform, die das Zuhören in den Mittelpunkt stellt und mit „zu Rate sitzen“ übersetzt werden könnte. In Kooperation mit der Ojai Foundation und der School of Lost Borders bietet der Campus Peregrini dazu eine Reihe von Fachthemenseminaren an, die Teil der IP- Ausbildung sind und auch als eigener Ausbildungsstrang belegt werden können.

Council LeiterDie Ojai Foundation in Kalifornien, hat „Council“ in jahrzehntelanger Forschung und Praxis, zu einem modernen zeremoniellen Handwerkszeug für die Gestaltung von Prozessen, Gemeinschaftskultur, sowie deren Krisen und Konflikten, weiterentwickelt.

Sie hat Council weltweit in die Gemeinwesen-Entwicklung, von den Chefetagen bis in die Klassenräume, hineingetragen. Da Gigi Coyle sowohl in der Ojai Foundation und in der School of Lost Borders tätig ist, ist Council als Format seit Jahren auch in der School of Lost Borders beheimatet.

In Kooperation mit der Ojai Foundation (www.ojaifoundation.org) und der School of Lost Borders (www.schooloflostborders.com) bietet der Campus Peregrini, als Gastgeber der Ausbildung, jährlich eine Reihe von Fachthemenseminaren an, zu denen maßgebliche Council Lehrer/innen von Ojai und Lost Borders eingeladen werden.

Die detaillierten Ausbildungs-Richtlinien, die zurzeit vom Europäischen Council Netzwerk (ECN) überarbeitet werden, können bei Interesse bald wieder bei uns angefordert werden.

Die Fachthemenseminare zum Themenkreis "The Way of Council", die in diesem Rahmen angeboten werden, sind unter der Rubrik "Veranstaltungskalender" als Fachthemenseminare ausführlicher dargestellt.

Betriebsinterne, praxisnahe Fortbildung in Prozess Mentoring

Initiatische Prozessbegleitung® im Jugendhilfebereich

Wegen des großen Erfolges startet 2013, in Kooperation mit einem großen Jugendhilfeträger in Dortmund, wieder eine zweijährige, berufsbegleitende Mentor/innen Fortbildung für Tätige im Jugendhilfe-Bereich.

Da noch Plätze frei sind, ist noch eine Beteiligung weiterer entsendender Einrichtungen möglich.

Wozu diese Fortbildung?

Prozessbegleitung und Chancengleichheit

MentoringViele Probleme in der Jugendhilfe treten auf, wenn Jugendliche in Wachstumskrisen geraten, bzw. an der Schwelle zur introspektiven Phase der Pubertät, der Phase also, in der die Erfahrungen der Kindheit verarbeitet oder verdaut werden müssen, ins Schleudern geraten.

Jugendliche mit einer überdurchschnittlich schwierigen Kindheit, neigen verständlicherweise dazu, diese „Büchse der Pandora“ sozusagen lieber verschlossen zu halten. Da somit jedoch auch die Gesamtentwicklung, hin zum selbstverantwortlichen jungen Erwachsenen gehemmt, oder sogar verhindert wird, brauchen solche Jugendliche kundige Unterstützung zur Seite.

Mit Hilfe solcher moderner Prozessbegleiter oder Initiations-Mentoren könnten sie sich, in einem geschützten Rahmen, ihren quälenden Schatten, aber auch den dahinter gebundenen Potentialen stellen. Auf diese Weise könnten diese Jugendliche zu einem vergleichbaren Zeitpunkt wie ihre nicht so belasteteten Altersgenossen, den Schritt in die Eigenständigkeit meistern, womit sich die Jugendhilfe nach hinten hin verkürzen könnte.

Beteiligungsverfahren

Ein Werkzeug, das in dieser Fortbildung im besonderen Maße vermittelt wird, sind die Methoden des tieferen Selbstverstehens. Mentoring_JugendlicheDabei wird davon ausgegangen, das die Antworten in einem fragenden Jugendlichen immer schon, z.T. vorbewusst, angelegt sind und mit einem wahrnehmungspsychologisch fundierten Verfahren, in der umgebenden Wirklichkeit, wie in einem Spiegel erforscht werden können. Methoden wie diese, werden in besonderem Maße der im § 8 des Kinder – Jugendhilfegesetzes geforderten Beteiligung an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe, gerecht. Tieferes Selbstverstehen eines Jugendlichen in einer Jugendhilfe-Einrichtung z.B., führt im Rahmen dieser Verfahrensweise auch zu tieferem Fallverstehen aller Beteiligten. Ein Jugendlicher, der sagen kann, wie er seine aktuelle Situation versteht, was er braucht oder nicht brauchen kann, kann ein Hilfeplan-Gespräch z.B. viel konstruktiver mitgestalten und wird sich später viel leichter an dort beschlossene Vereinbarungen halten wollen.

Wir agieren als dritte Instanz

Eine Eigenheit von Übergangs- und Wachstumskrisen ist es, dass die beteiligten Personen oder Parteien entweder zu eng miteinander verbunden sind oder zu sehr zu den jeweiligen sich trennenden Seiten gehören, um sich gegenseitig erfolgreich und würdevoll im notwendigen Prozess des Übergangs unterstützen zu können. In einer solchen Situation ist es hilfreich, wenn eine dritte und neutrale Instanz hinzugezogen wird, die initiationskundig ist und als Moderator oder Mentor akzeptiert werden kann.

Prozessbegleitung die in eine Initiation in neue Lebensphasen mündet

Initiation beschreibt eine der kollektiv unbewusst stärksten Sehnsüchte Jugendlicher und drückt sich in einer Vielzahl gefährlicher Selbst-Initiationsversuche und in der Sehnsucht nach Zugehörigkeit aus, was einen nicht geringen Anteil der heutigen Probleme in der Jugendhilfearbeit ausmacht.

Initiation funktioniert anders als die „Action“ und das „Machen“ der Erlebnispädagogik. Sie enthält Elemente auf die Jugendliche selber kaum kommen würden, wie z.B. „Lassen“, „Leerwerden“ und “Hinhören“. Deshalb brauchen sie heute wie damals kundige Begleiter, die einen tauglichen und den aktuellen Bedürfnissen angemessenen Rahmen halten können, in dem sie ihre von Anfang an gut gemeinte Suche nach ihrem eigenen Weg zum Erfolg führen können.
Ein wichtiger Teil der Fortbildung besteht darin zu lernen, wie Initiation funktioniert, welche „seelische Bewegung“ sie im Initianten nachzuzeichnen hat, welche wissenschaftlich begründeten Phasen sie folgen sollte.
Im Umkehrschluss erlaubt dieses Wissen auch nachzuvollziehen, welchen unbewussten Krisenbewältigungsstrategien Jugendliche, oft unbeholfen, zu folgen versuchen.

Ziele und Inhalte der Fortbildung

Mentoring_ZieleAbsolventinnen dieser Fortbildung sollen in den verschiedenen individuellen Fällen, insbesondere im Kontext der Jugendhilfearbeit, den Bedarf an initiatischer Prozessbegleitung (*siehe Begriffsklärung), tieferem Selbstverstehen usw. selbstständig erkennen und gestaltend ausführen können. Dazu sollen profundes theoretisches Hintergrundwissen, Methoden, Selbsterfahrung und hinreichend viele Praxiserfahrungen vermittelt werden.

Um den Transfer des jeweils Erlernten vom Lernfeld in das sozialpädagogische Arbeitsfeld nachhaltig zu gewährleisten werden vor Ort regelmäßige Supervisions- / Coaching - Zirkel abgehalten, bei denen in der Praxis aufgetretene Probleme mit den Fortbildungsleitern bearbeitet werden können.

Das diesem Arbeitsansatz innewohnende Menschenbild und die damit verbundene arbeitsethische Haltung, soll im Laufe der Fortbildung gemeinsam herausgearbeitet, auf die individuelle Lebens- und Arbeitssituation übersetzt und schließlich in Form einer Selbstverpflichtung rituell bekräftigt werden.
Die Fortbildung bietet viele Momente der Nachreifung und Aufarbeitung individueller Themen und somit der notwendigen persönlichen menschlichen Reife und des Erfahrungshintergrundes.

* Begriffklärung Initiatische Prozessbegleitung®

Initiatische Prozessbegleitung® ist eine moderne Form des Mentoring, sie arbeitet mit naturpsychologischen Entwicklungsmodellen (The Four Shields of Human Nature, nach Foster & Little und dem Circle of Courage nach Brendtro, Brokenleg und van Bockern), den darauf basierenden Methoden des tieferen Selbstverstehens in der Natur, erlebnispädagogischen Elementen, sowie mit modernen Formen von Übergangsritualen in der Natur. Damit gibt sie Werkzeuge an die Hand, die die Betroffenen in die Lage versetzt, wieder gestaltend am eigenen Prozess mitwirken zu können.

Qualitätsreferenzen

Das Eschwege Institut mit seiner Weiterbildungsakademie Campus Peregrini, darf als geprüfte Weiterbildungseinrichtung das Qualitätssiegel der Weiterbildung Hessen e.V. führen. Qualifizierungs- bzw. Bildungschecks der Bundesländer NRW und Hessen können im Eschwege Institut eingelöst werden. Außerdem sind das Institut und alle Fachthemenseminare durch das Institut für Qualitätsentwicklung des hessischen Kultusministeriums akkreditiert worden. Schulpädagog/innen können also Fortbildungspunkte erhalten.

Wo wird die Fortbildung stattfinden

Fünf drei- bis fünftägige Fortbildungsmodule werden im nordhessischen Eschwege Institut durchgeführt, siehe: www.eschwege-institut.de. Das Eschwege Institut liegt in idyllischer Waldlandschaft, verfügt über eine eigene preisgünstige Gästeunterbringung und verpflegt ihre Gäste auch selbst.
Fünf Supervisions- und Coaching – Zirkel werden jeweils zwischen den Fortbildungsmodulen, möglichst in der eigenen Einrichtung abgehalten.
Ein Praxisprojekt wird ebenfalls in der eigenen Einrichtung durchgeführt

Grundsätzliches zu den Inhalten

Die Auseinandersetzung mit den jeweiligen Themen wird immer auf der Grundlage der natur- und entwicklungspsychologischen Modelle der Vier Schilde und des Circle of Courage geführt, um das Verständnis dessen immer weiter zu vertiefen.

Ausbildung_GrundsätzlichesDie, besonders im Umgang mit Jugendlichen bewährte Kommunikationsform des „Way of Council“ wird eingeführt und wann immer möglich praktiziert.

Jedes theoretisch eingeführte Thema wird mit einer Selbsterfahrungsübung vertieft.
Die Teilnehmer/innen haben dabei sowohl den “Hut” des Teilnehmers als auch den des Lernenden auf.

Diese Fortbildung ist speziell auf die besonderen Belange der prozessunterstützenden Betreuung im Alltag der Jugendhilfe zugeschnitten. Da die speziellen Problemlagen der Jugendlichen vorrangig vor dem Hintergrund des sog. Westen-Schildes zu verstehen sind, sind diesem Schild, in dieser Fortbildung zwei Module gewidmet, ein mehr theoretisches und ein mehr praktisches.

Diese Herangehensweise bietet zu dem mehr Möglichkeiten geschlechtsspezifische Probleme herauszuarbeiten und zu adressieren.

In dieser Fortbildung wird mehr Gewicht auf Verständnis, Erfahrung und Umgang mit kleineren Formaten von Prozessbegleitung oder Übergangsritualen gelegt, da diese in der alltäglichen Praxis von Mentor/innen häufiger und sinnvoller zum Tragen kommen.

Aufbaumöglichkeiten

Diese Fortbildung enthält wesentlichen Momente unserer zweijährigen Ausbildung in Initiatischer Prozessbegleitung®, geht jedoch einerseits in ihrer Spezialisierung auf Jugendhilfebelange teilweise darüber hinaus und spart andererseits alle Module, die direkt mit der Visionssuche-Leitung zusammenhängen aus.
Da viele Aspekte der Sicherheit auch schon im Kontext der kleineren Formate zum Tragen kommen, bieten wir Absolvent/innen dieser Fortbildung an, bei Interesse mit der Visionssuche – Aufbau – Ausbildung am Campus Peregrini auf diese Fortbildung aufbauen zu können.

Nähere Informationen auf Anfrage.

Anmeldung und Kosten

Bei Interesse an dieser Fortbildung, bitten wir Sie, sich wegen genauerer Koordination mit uns in Verbindung zu setzen. Wenn Sie bei einem Träger angestellt sind, setzen Sie sich bitte zunächst mit Ihrem Arbeitgeber auseinander. Sollte Ihrem Fortbildungswunsch entsprochen werden, wäre es das Beste, wenn Ihr Arbeitgeber sich wegen Ihres Fortbildungsplatzes, der zu erwartenden Kosten, sowie zur genaueren Koordination, mit uns in Verbindung setzt.

Leitung / Durchführung: Campus Peregrini, Holger & Gesa Heiten

E-Mail-Kontakt

 

 

Fördermittel für unsere Weiterbildungsangebote

Liebe Interessenten an unseren Weiterbildungsangeboten,

Da wir als zertifizierte Weiterbildungseinrichtung, das Qualitätssiegel der Weiterbildung Hessen e.V. führen, können für unsere Angebote Fördermittel des Europäischen Soziolfonds (ESF) in Anspruch genommen werden. In der Hessischen Weiterbildungs-Datenbank (siehe: http://www.hessen-weiterbildung.de) kann man uns unter „Anbieter“ oder „Kurssuche“ mit dem Suchbegriff Eschwege Institut finden.

Zur Orientierung
Bevor wir Sie über eine sehr gut gemachte Broschüre zum Thema führen, wollen wir kurz die groben Möglichkeiten aufzeigen, um Sie zielsicherer zu der für Sie passenden Fördermöglichkeit zu führen.
Sie können sich zunächst zwischen zwei möglichen Förderwegen entscheiden. Eine gleichzeitige Finanzierung über beide Wege ist ausgeschlossen:

Bildungsprämie (auch „Prämiengutschein“, gilt bundesweit in allen Bundesländern)

Diese Prämie kann im Moment noch nicht wieder beantragt werden, sie soll jedoch in ganz naher Zeit wieder neu aufgelegt werden. Ob gefördert wird, wird hierbei an Ihrem Einkommen gemessen. Bisher lagen die Einkommensobergrenzen für allein Veranlagte bei 25 600,- € und für gemeinsam Veranlagte bei 51 200,- €. Man rechnet bei der Neuauflage mit einer nach unten verschobenen Einkommensobergrenzen.

Prämiengutscheine werden in Höhe von max. 500,- € ausgestellt und dürfen nur max. 50% der Seminargebühr abdecken.

Sollten Sie schon so erkennen, dass Sie den Fördervoraussetzungen nicht entsprechen werden, gäbe es noch den anderen Weg, nämlich:

Der Bildungsscheck (wird je nach Bundesland anders gehandhabt und genannt, z.B.: Qualifizierungsscheck, Quali - Scheck, Fachkurse, Weiterbildungsbonus und Weiterbildungsscheck)
Die Bildungsschecks werden ebenfalls in Höhe von max. 500,- € ausgestellt und dürfen nur max. 50% der Seminargebühr abdecken (obwohl es hier offenbar in einigen Bundesländern größere Spielräume gibt).
Die Vergabe von Bildungsschecks richtet sich nicht nach Einkommensobergrenzen, sondern ist lediglich begrenzt auf sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer/innen.
Wie die sonstigen Vergaberegelungen in den verschiedenen Bundesländern aussehen, können Sie wunderbar übersichtlich von Seite 6 bis 8 in folgender Broschüre einsehen.

Herzlichst Holger & Gesa Heiten

 

 

Der IP-Fortbildungs-Campus

IP-FortbildungIst exklusiv für Absolvent/innen einer Ausbildung in Visionssucheleitung (die auch bei anderen Anbietern stattgefunden haben kann) u./o. Initiatischer Prozessbegleitung (ab Grundlagenseminar 6).

Die Veranstaltungen dieser Fortbildungsreihe, mit jeweils einem thematischen, fachlichen Schwerpunkt aus der Initiatischen Prozessbegleitung / Visionssucheleitung / kurze Formate, finden z. Zt. ein- bis zweimal pro Jahr im Eschwege Institut statt. Die entsprechenden Termine liegen vornehmlich in der für die Zielgruppe am günstigsten gelegenen Nebensaison (Januar / Februar und / oder November / Dezember) und werden jeweils rechtzeitig, durch die üblichen Medien des Campus Peregrini bekannt gegeben.

Wozu diese Fortbildungsreihe?

Die Hauptwerkzeuge und grundlegenden Modelle der Initiatischen Prozessbegleitung und / oder Visionssucheleitung, haben die wunderbare Eigenheit, immer weiter vertieft und verinnerlicht werden zu können. Auch erschließen sich ständig neue mögliche Einsatzgebiete und Kombinationen mit verwandten Modellen.

IP-Fortbildungsreihe Um mit Modellen wie den Vier Schilden, dem Circle of Courage, sowie mit Methoden, wie Schwelle & Spiegel, Spiegeln, kurz- und langformatige Übergangsrituale, Council usw. wirklich situativ angemessen, kreativ, spielerisch und innovativ arbeiten zu können, ist über das reine Praktizieren hinaus, eine ständige weitere Auseinandersetzung mit ihnen, im Sinne eines lebenslangen Lernens und Austauschens notwendig.

Wir wollen die besagten Hauptwerkzeuge und grundlegenden Modelle mit Hilfe dieser Fortbildungsreihe über das reine Verstehen und Praktizieren hinaus bis zu einem meisterlichen Umgang mit deren Inhalten, vertiefen. Dazu sollen sie in den Kontext verwandter Modelle gestellt werden, um ihren einzigartigen, bzw. ergänzenden Charakter zu verdeutlichen.
In diesem Sinne wollen wir mit jeder Fortbildungsveranstaltung auch auf neue, von uns entwickelte Anwendungsmöglichkeiten hinweisen.

Aus unserer Sicht gehört es zur Professionalität eines jeden Berufsstandes, insbesondere wenn es um die Arbeit mit Menschen geht, sicherzustellen sich ständig weiter zu qualifizieren, das Erlernte ständig weiter zu vertiefen, zu prüfen und somit einen eigenen Beitrag zur Qualitätssicherung zu leisten. Ebenso ist es unabdingbar für die eigene Arbeit mit Menschen eine Supervision in Anspruch zu nehmen.

Prozessbegleitung Pioniere der Initiatischen Prozessbegleitung und der Visionssuchearbeit, tragen eine Verantwortung den eigenen Strukturen gegenüber. Nachrichten eines schlecht oder zu leichtsinnig geleiteten Workshops, fallen auf alle Kolleg/innen zurück. Das Feld der sozialen, beratenden und helfenden Berufe, in dem sich die Initiatische Prozessbegleitung verortet, ist zu Recht hoch sensibel gegenüber Unprofessionalität und würde sich ggf. für lange Zeit verschließen, bevor ein neuer Vorstoß gewagt werden könnte.

Daraus ergibt sich eine gewisse Selbstverpflichtung zum lebenslangen Lernen, bzw. zu regelmäßiger Fortbildung. Deshalb darf, wer einmal pro Jahr an einer solchen Fortbildung teilnimmt, in seiner Werbung, oder Biographie, als Qualitätsmerkmal hervorheben, „Mitglied des IP Fortbildungs-Campus“ zu sein.

Was beinhaltet diese Fortbildungsreihe?

FortbildungJede Veranstaltung dieser Reihe enthält einen vertiefenden Theoretischen Input zu einem vorher bekannt gegebenen Fachthema, sowie die im Campus Peregrini übliche Auseinandersetzung damit durch Selbsterfahrung und Council.
Jede Veranstaltung dieser Reihe enthält Gelegenheit zur Supervision der eigenen Arbeit.
Aufgrund der Zugangsbeschränkung auf ausgebildete Kollegen und Kolleginnen, beinhaltet dieses Angebot auch den Austausch mit der eigenen Peer-group, so dass auch wichtige Bereiche, wie Psychohygiene, Intervision über persönliche Fehler, Erkenntnisse und Erfolge, nicht zu kurz kommen.

In jeder Veranstaltung dieser Reihe vermitteln wir ein neues Modell oder Verfahren zur Anwendung der Fortbildungsinhalte auf spezielle Einsatzgebiete. In letzterem liegt ein besonderer Wert, da es letztlich die guten Konzepte und Verfahrenweisen sind, die eine gute Leistung ermöglichen.

Wer führt die Veranstaltungen durch?

Vornehmlich Gesa & Holger Heiten, sowie Dr. Ron „Kunga“ Lacoste.
Mit dem langsamen Wachsen des Ausbildungsteams, könnten zukünftig auch andere Dozenten dabei sein.

 

Ausbildung Weiterbildung Hessen e.V.

 

 

 

Die Weiterbildungs-Akademie des Eschwege-Instituts

Hinter den Höfen 10, 37276 Neuerode, Tel.: +49 (0)5651 951360, Fax.: 952144, Mobil.: +49 (0)172 6315620 info@campus-peregrini.de, www.campus-peregrini.de

Aktuelle Veranstaltungen des IP-Fortbildungs-Campus

Die Vier Schilde

Weltanschauung, diagnostisches Werkzeug und organisierendes Prinzip

Das Verständnis der Vier Schilde, als entwicklungspsychologisches Modell, bzw. als organisierendes Prinzip, welches sich an die zyklischen Abläufe in der Natur orientiert, gehört zu den maßgeblichen Grundlagen der Initiatischen Prozessbegleitung.
Die Vier SchildeEs ist sowohl ein diagnostisches Werkzeug, als auch ein organisierendes Prinzip für die Gestaltung und Begleitung von Prozessen. Schließlich speist sich auch eine ganze Kosmovision, eine Lebensphilosophie aus diesem Modell, eine Veranschaulichung der Gesetzmäßigkeiten des Lebens selbst, die uns hilft unsere gesammelte und aktuelle Lebens- und Welt- Erfahrung sinnvoll einzuordnen.
Wie in der Natur auch, geht es bei den Vier Schilden um das beständige Streben nach einem dynamischen Gleichgewicht, wie es bei gleichzeitigen zyklischen Wachstums-bewegungen nötig ist. Wachstum lässt sich durch die Vier Schilde, wie mit kaum einem anderen Modell, als Phänomen mehr oder weniger großer Krisen beschreiben……...

TiefendimensionenDie psychologischen Tiefendimensionen und die Bandbreite der Einsatzmöglichkeiten der Vier Schilde ist riesig und wachsend. Wir wollen die Vier Schilde in dieser Fortbildung so gut vertiefen, dass unsere Teilnehmer/innen am Ende mit ihnen wirklich situativ angemessen, kreativ, spielerisch und innovativ arbeiten können. Die Fortbildung ist eine Einladung, die Vier Schilde mit uns zusammen tiefer zu erforschen, zu erfahren und bis zu einem meisterlichen Umgang mit dessen Inhalten, zu vertiefen.

 

Ziele der Fortbildung sind:

• Verwandte Modelle, wie z.B. die Archetypen von C.G. Jung, bzw. R.L. Moore, den Circle of Courage nach Brendtro, Brokenleg und van Bockern, Four Frames of the organization nach Bolmann & Deal, usw. auf das Rad legen können und die universale Gesetzmäßigkeit der Vier Schilde erkennen.
• Das Modell flexibel, innovativ, kreativ und situativ angemessen anwenden können und vom reinen Verstehen zum meisterhaften Umgang mit den Vier Schilden kommen.
• Das Modell in das Spezifische diverser denkbare Einsatzgebiete übersetzen können (Vom sozialen Bereich bis hinein in die Organisationsentwicklung der Business Welt).
• Erlernen und verstehen einer neuen, beispielhaften Anwendung des Modells, die für die zukünftige Arbeit wertvoll sein könnte.
• Selbsterfahrung zur besseren Verinnerlichung des Erlernten und Erfahrungsaustausch zur besseren Inkorporation des Erlernten.

Die Fortbildungsleiter:

Holger Heiten

Holger Heiten, *1966, verheiratet und Vater zweier Kinder, verbindet seine langjährige Erfahrung mit Übergangsritualen in der Natur (seit 1985), mit denen, die er als Dipl. Soz. Päd., Gestalttherapeut und Psychotherapeut HpG., in der stationären Suchttherapie und Jugendhilfearbeit sammelte. Ausbildungen zum Visionssucheleiter und in initiatischer Naturarbeit, in der School of Lost Borders, Kalifornien, bei Steven Foster & Meredith Little und bei Haiko & Verena Nitschke in Deutschland. Zusätzlich: Körpertherapeutische Ausbildungen. Seit 2000 arbeitet Holger freiberuflich mit Übergangsritualen. Seit 2001 Trainer für Fort- u. Weiterbildungen in diesem Bereich.

 

Ron LacosteDr. Ron „Kunga“ Lacoste, geboren Mitte der 40´er Jahre lernt zurzeit, was es heißt erstmalig Großvater zu sein. Sein in 2011 beginnender Ruhestand von einer schillernden und vielseitigen Karriere im Bildungsbereich, als Geistlicher, Beamter und Organisationsentwickler in einem weltweit agierenden Konzern, öffnet für ihn neue Lernräume, in denen er anderen anbietet, an der Ernte all dieser Erfahrungen teilzuhaben. Für ihn ähnelt der Rückblick auf dieses Leben, dem Spiel von Licht und Schatten auf dem Waldboden. Eine Fülle an Dingen, finster und voller Verfall aus denen plötzlich strahlend neue Potentiale und erneuertes Leben aufscheinen.

 

Termin: 24.02. (15:00 Uhr) bis 26.02.2012 (ca. 14:00 Uhr),
Ort: Eschwege Institut
Leitung: Holger Heiten & Dr. Ron „Kunga“ Lacoste,
Kosten: 295,- € (inkl. MwSt.), zzgl. Unterkunft u Vollverpflegung (48,- € pro Nacht, inkl. MwSt.)

Anmeldeformular

 

 

Ausbildung Weiterbildung Hessen e.V.

 

 

 

Die Weiterbildungs-Akademie des Eschwege-Instituts

Hinter den Höfen 10, 37276 Neuerode, Tel.: +49 (0)5651 951360, Fax.: 952144, Mobil.: +49 (0)172 6315620 info@campus-peregrini.de, www.campus-peregrini.de

Begleitung von Jungs und jungen Männern

Es gibt viele wertvolle Momente in der Arbeit mit Menschen, die als Übergangsprozesse kraftentfaltend und sinnstiftend gestaltet werden können:

• Prozessbegleitung und -gestaltung einer (Übergangs-) Krisensituation. Beispiele hierfür wären: Pubertätskrisen (Eintritts- bis Austrittsalter, mit oder ohne Elternarbeit), Krankheit – Genesung, Sterben – Trauer, Trennung, Burn Out, Sucht, Selbstverantwortung, berufliche oder sinnhafte Orientierungslosigkeit, Strafvollzug – Bewährung.
• Mit Hilfe einer individuell angemessenen und modernen Form von Übergangsritual einen Anfang oder ein Ende würdigen, von z.B. Beziehung, Lebensabschnitt, Prüfungen, Wechsel/ tiefe Veränderung in jeglicher Form (z. B. von Gruppen, Schulen oder Lebensorten).
• Tieferes Prozess- und Selbstverstehen der eigenen Bedürfnislage, bzw. des eigenen Wandlungsprozesses mit Hilfe der Methoden der initiatischen Prozessbegleitung ist die Voraussetzung dafür, dass Betroffene wieder gestaltend am eigenen Prozess mitwirken können. Dieses tiefere Selbstverstehen eines Jugendlichen, der in einer Jugendhilfe-Einrichtung lebt, führt zu tieferem Fallverstehen aller Beteiligten.
• Förderung der nachhaltigen Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsfindung von Jugendlichen in Wachstums- und Entwicklungsprozessen durch die Organisation und Durchführung von Gruppen, die mit den Methoden der Initiatischen Prozessbegleitung durchgeführt werden. • Durchlaufen einer modernen Initiation in das eigene Potential, als Prozessfinalisierung und begleitender Beistand bei der Inkorporation der erlebten Erfahrungen.

Wir agieren als dritte Instanz
Eine Eigenheit von Übergangs- und Wachstumskrisen ist es, dass die beteiligten Personen oder Parteien entweder zu eng miteinander verbunden sind oder zu sehr zu den jeweiligen sich trennenden Seiten gehören, um sich gegenseitig erfolgreich im notwendigen Prozess des Übergangs unterstützen zu können. Beispiele hierfür wären:

Eltern und ihre heranwachsende Kinder, sich trennende Beziehungspartner, Gruppen, Teams, Firmen im strukturellen Wandel, die oft eine gewisse „Betriebsblindheit“ entwickeln, usw.. In einer solchen Situation ist es hilfreich, wenn eine dritte und neutrale Instanz hinzugezogen wird, die initiationskundig ist und als Moderator oder Mentor akzeptiert werden kann.

Beteiligungsverfahren
Die von uns so genannten Methoden tieferen Selbstverstehens, werden in besonderem Maße der im § 8 des Kinder – Jugendhilfegesetzes geforderten Beteiligung an allen sie betreffenden Entscheidungen der öffentlichen Jugendhilfe, gerecht.
Tieferes Selbstverstehen eines Jugendlichen in einer Jugendhilfe-Einrichtung z.B., führt im Rahmen dieser Verfahrensweise sicherlich zu tieferem Fallverstehen aller Beteiligten. Ein Jugendlicher, der sagen kann, wie er seine aktuelle Situation versteht, was er braucht oder nicht brauchen kann, kann ein Hilfeplan-Gespräch z.B. viel konstruktiver mitgestalten und wird sich später viel leichter an dort beschlossene Vereinbarungen halten wollen.

Wir entwickeln prozessbegleitende Maßnahmen für Ihre Zielgruppe
Wir beraten Sie gerne, entwickeln für Sie individuelle, auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene Konzepte und führen diese gerne für Sie durch. Dazu können wir ggf. auch auf einen Pool gut ausgebildeter Fachleute aus einem deutschlandweiten Netzwerk zurückgreifen.
Bei Interesse setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Kontakt:
Eschwege Institut / Campus Peregrini, Hinter den Höfen 10, 37276 Neuerode,
Tel.: +49 (0)5651 951360, Fax.:952144, Mobil.: +49 (0)172 6315620, info@eschwege-institut.de, www.eschwegeinstitut. de

Wir führen Ausbildungen, betriebsinterne Fortbildungen und Teamentwicklungen durch
Ziel wäre es, die hochwirksamen Methoden der Initiatischen Prozessbegleitung da hin zu tragen, wo in Ihrem Arbeitskontext täglich mit Menschen in Übergangskrisen gearbeitet wird.
Als geprüfte Weiterbildungseinrichtung mit dem Qualitätssiegel der Weiterbildung Hessen e.V. und der Akkreditierung durch das Institut für Qualitätsentwicklung des hessischen Kultusministeriums, können wir Ihnen maßgeschneiderte, betriebsinterne Weiterbildungen und / oder Teamentwicklungen anbieten.

Wir entwickeln prozessbegleitende Maßnahmen für Ihre Zielgruppe

Angebot
„Time out“ Konzepte für Schüler ab der Klasse 7, bis zum Ende der Schulzeit und darüber hinaus, in denen sie Gelegenheit bekommen sich zu bewähren und sie herausgefordert werden, sich selbst herauszufordern. Die Erfahrung nützlich zu sein und zeigen zu können, was man drauf hat, kann eine sinnvolle Alternative in Zeiten schulischer Probleme sein, die oft auf lehrplanmäßige Anforderungen zurückzuführen sind, die dem aktuellen Reifungsprozess nicht angemessen sind.

Bei eventueller Erwerbslosigkeit nach der Schulzeit, könnte auf diese Weise sowohl der grundsätzlich positive Impuls „sich bewähren zu wollen“ aufgegriffen, als auch die kostbare Zeit zum „schlauer werden über sich selbst“ besser genutzt werden. Die eigene Motivation für eine bestimmte Aufgabe, das eigene Entdecken von Sinn, Begabungen und Begrenzungen, führt nachhaltiger zu einem Berufswunsch, bzw. zu dem Wunsch am gesamtgesellschaftlichen Leben zu partizipieren.

Der Campus Peregrini würde Ihnen dabei gerne mit seiner jahrelangen Erfahrung, meinem Fachwissen und einem Netzwerk von ebenso kompetenten Fachleuten, zur Seite stehen und mit Ihnen ein maßgeschneidertes Konzept entwickeln. Ich stehe auch gerne als Referent zum Thema Arbeit mit Jungs und jungen Männern, zur Verfügung.
Sollten Sie grundsätzlich interessiert sein, wäre es mir in einem nächsten Schritt wichtig, Sie und Ihre Einrichtung einmal persönlich kennen lernen zu können. Nur so kann ich genauere Daten und Fakten zur tatsächlichen Bedürfnislage sammeln und auch erfahren, welche Möglichkeiten und Potentiale für ein evtl. Projekt zur Verfügung stehen.

Finden Sie im Folgenden einige fachliche Hintergründe zur Begründung meines Angebotes:

Jungs und junge Männer
Jungs und junge Männer gehören für manche zu der gefährlichsten, aber auch zu der gefährdetesten Spezies der Welt. Ihr inneres Feuer, ihre Lust an explosiven Mischungen, dem Überschreiten von Grenzen, sowie dem Visionieren des Möglichen bringt sie nicht selten in Konflikte, innere wie äußere.

„Litima“, ein von Michael Meade vorgeschlagener Begriff aus der Sprache der Gisu in Uganda, steht für diese, dem Männlichen eigentümliche innere Hitze, die sowohl die Quelle von Rücksichtslosigkeit und Rohheit, als auch von Stehvermögen und sinnvollen Idealen ist.
Das Ringen um die Integration dieser vieldeutigen Kraft ist charakteristisch für den Zeitraum zwischen Kindheit, Jugendzeit und Reife.

Aus archetypischer Sicht machen junge Männer sich zu einer ganz persönlichen Heldenreise auf, aus der sie erfolgreich und verwandelt zurückkehren wollen.
Hirn und Hormone scheinen nach eigenen Gesetzmäßigkeiten zu funktionieren, und weder sie selbst noch Außenstehende sind darüber informiert bzw. nicht selten auch mit dieser Situation überfordert. Wenn solche Heldenreisen in eine der vielen möglichen Entwicklungs-Sackgassen (wie Orientierungslosigkeit, Kriminalität und Drogensucht) führen, dann meist weil keine kundigen Erwachsenen da sind, die diesen Prozess würdigend und angemessen begleiten können.

Neues aus der Hirnforschung
Noch Mitte der Neunziger Jahre glaubte die Fachwelt, das Gehirn sei spätestens mit zwölf Jahren ausgereift. Die Wirrsal, die um diese Zeit einsetzt, schrieb man allein dem Walten der Hormone zu.
Seit die Forscher jedoch in der Lage sind, nicht nur obduzierte Gehirne zu untersuchen, sondern mit Hilfe von z.B. Magnetresonanzbildern lebende Gehirne zu beobachten, kam Erstaunliches ans Licht:
Jay Giedd, Neurologe am National Institute of Mental Health in Washington, wies nach, dass im Alter von elf oder zwölf Jahren eine Generalüberholung der neuronalen Schaltkreise beginnt. Dabei geht es keineswegs chaotisch zu, wie ebenfalls lange angenommen wurde, im Gegenteil folgt alles einem Plan, mit dem Ziel, das Gehirn für den Eintritt in das selbständige Leben fit zu machen.

Gegen Ende der Kindheit wächst die graue Masse der Großhirnrinde zunächst noch einmal erheblich an. Zu Beginn der Pubertät aber kommt es zu einer Wende und die graue Masse schwindet wieder. Jede Sekunde sterben bis zu 30 000 Nervenverbindungen ab, vor allem wohl diejenigen, die selten gebraucht worden sind. Das Gehirn sortiert aus, es konzentriert seine Kräfte, es modelliert sich neu – und wird dabei wesentlich schneller.
Denn zugleich wächst in der Pubertät die weißliche Schicht, mit der die graue Hirnrinde innen ausgekleidet ist. Darin verlaufen kompakte Nervenkabel, elektrisch isoliert durch eine fettreiche Hülle aus Myelin. Diese Kabel leiten die Impulse der Hirnzellen viel zuverlässiger als unverkleidete Fasern. Die Geschwindigkeit steigt von fünf auf hundert Meter pro Sekunde. Zudem feuern die Neuronen selbst nun viel schneller, da die Erholungszeit zwischen den Impulsen sinkt. Der Durchsatz auf einigen der Datenautobahnen kann so um das 3000fache steigen.

Das Gehirn stellt mit anderen Worten, alles in den Dienst der Effizienz und wird zu einem Organ des gezielten Handelns. Unter dem Dirigat des Hypothalamus ist der Verlauf dieser Reifung, von hinten nach vorn, sowie von den einfachen zu den höheren Funktionen, genau getaktet.

Es fängt mit dem Wahrnehmungsapparat an. Der Sehsinn erreicht jetzt seine größte Schärfe; Gehör und Tastsinn folgen. Auch die Sprachzentren, verteilt auf beide Hirnhälften, profitieren nun von den neuen schnellen Langstreckenkabeln und gewinnen erheblich an Agilität – oft zum Kummer der Eltern oder Lehrer/innen, die sich jetzt plötzlich dem teuflischen Vergnügen ihrer Schützlinge an hintertriebenen Wortgefechten ausgesetzt sehen.

Am Ende fehlt noch die höchste Instanz, nämlich der präfrontale Cortex, der Hauptsitz der Besonnenheit, gleich hinter der Stirn. Hier werden Emotionen reguliert und die Folgen von Handlungen bedacht.
Dies sind alles Dinge, bei denen Jugendliche zeitweise denkbar schlecht abschneiden, was sich eben daraus erklären lässt, dass diese Region erst ganz zuletzt ausreift. Bis zu dieser Ausreifung können Erregungen aller Art, schneller eine Ausschüttung von Glückshormonen auslösen, als sich z.B. die Erinnerung an überfällige Hausaufgaben einstellen kann.
Das Belohnungssystem, welches die Glückshormone ausschüttet, hat seinen Sitz im Nucleus accubens, hinter den Schläfen und steuert das Streben nach angenehmen Dingen. Etliche Studien belegen, dass es in der Pubertät stärker ausschlägt.

Weil der präfrontale Cortex, der ja auch als Zentrum der Zögerlichkeit verstanden werden kann, als Gegenspieler ausfällt, kann das Streben nach Glück bei Pubertierenden oft so bedenkenlos durchschlagen.
Eben noch selbstgenügsame Kinder erwachen mit dem Gehirn eines wagemutigen Abenteurers, ein aus evolutionärer Sicht sinnvoller Vorgang. Andererseits ist das Bewertungssystem im präfrontale Cortex, durch das impulsive und unbedachte Handeln, immer mal wieder heillos überfordert. Schnell fühlen Pubertierende sich in die Enge getrieben, worauf hin der Hirnstamm dann auf seine archaischen Notfallprogramme „Angriff, Flucht oder Totstellen“ zurückgreift.

Letztlich ist das Gehirn in dieser Zeit jedoch zu Höchstleistungen bereit. Junge Sinnsucher interessieren sich plötzlich für Literatur, Musik und besonders für Philosophie und Weltanschauungen. Mit Vorliebe wird jetzt das angepasste Leben der Eltern angegriffen, meist ein wenig zu Recht und ein wenig drüber hinaus.

Auch körperlich sind die Geistesrecken in beeindruckender Verfassung: Sie strotzen vor Kraft und Geschicklichkeit; ihr Immunsystem ist optimal gerüstet, und sie können mehr Kälte, Hitze und Hunger ertragen als je zuvor und danach in ihrem Leben. Auch das Vermögen, Verletzungen auszuheilen, ist nun auf dem Höhepunkt. Die Jugendlichen sind, mit einem Wort, bereit für den Ernstfall.

Aus Sicht der Evolution könnten sie jetzt eine Kriegerhorde auf die Jagt nach Flusspferden führen. Stattdessen erschöpft sich ihr Abenteuergeist darin, gelegentlich bei einer Lateinarbeit abzuschreiben.

Jungs und junge Männer in der Schule
Alles wird nun anders, nur die Schule nicht. Die Schule macht einfach weiter im Programm. Was könnte einem Schüler in Zeiten des Aufruhrs gleichgültiger sein als die Dezimalentwicklung der reellen Zahlen?

Für viele Schüler tut sich im Alter von 12 oder 13 ein Widerspruch auf, der lange Zeit ihr Leben bestimmen wird: Der große Aufbruch der Pubertät versackt in einem schier endlosen Wartestand und der junge Mensch geht oft schon auf die dreißig zu, wenn er schließlich in den Ernst des Lebens entlassen wird.

Dabei wäre das Thema dieses Alters die „Bewährung“, wie der Pädagoge Hartmut von Hentig in seinem gleichnamigen Buch herausstellt („Bewährung – Von der nützlichen Erfahrung, nützlich zu sein“, Hanser Verlag). Er schlägt vor, die Mittelstufe probeweise zu entschulen. Die Schüler sollten, statt widerwillig zu büffeln, für zwei Jahre in die Welt hinausziehen. Dort sollten sie eine Aufgabe anpacken, die sie wirklich fordert. Sie sollten einen großen Film drehen, ein zirkusreifes Akrobatikprogramm auf die Beine stellen oder ein fahrtüchtiges Auto aus Teilen vom Schrottplatz zusammenbauen.

Die Daten der Bildungsforscher bestätigen, dass die herkömmliche Schule in diesem Alter ohnehin sehr wenig ausrichten kann. Wie die Langzeitstudie der Hamburger Schulbehörde („LAU 9“) ergab, ist der Lernzuwachs in den Klassen 7 bis 9 geradezu kümmerlich. Es gibt Beispiele, wo Diktate, die vor dem pubertären Umbruch nahezu fehlerfrei geschrieben wurden, zu einem späteren Zeitpunkt geschrieben, mit Fehlern gespickt waren.
Auch der Familienberater Jan-Uwe Rogge, Autor des Bestsellers „Pubertät: Loslassen und Haltgeben“, fordert, dass die Bildung in dieser Zeit ganz anders organisiert werden müsste. Die Pubertierenden seien doch die Helden der Gegenwart, die ausziehen müssten, das Leben zu packen. Genau das dürften sie aber nicht.
Was darf man von jungen Menschen erwarten, die ihr Leben mit einer Art Langzeitarbeitslosigkeit beginnen? War es richtig, dass unserer Industriegesellschaft, zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit, diesen aufregendsten Lebensabschnitt komplett verschult?

Eltern, die in dieser Zeit an dem verdorbenen Familienklima leiden und Lehrer/innen, die in dieser Zeit dem Nervenzusammenbruch nahe sind, würden dies rund weg verneinen. Viele Jahrtausende soziokultureller Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert hineinreicht, in denen junge Menschen früh ein selbständiges Dasein führten, können nicht spurlos an unserem kollektiv unbewussten Gedächtnis vorbei gegangen sein. Noch vor tausend Jahren wurden auch unsere Vorfahren mit Hilfe von Initiationsriten, freudig als geschlechtsreife und lebenstüchtige Wesen begrüßt und bestätigt, worauf der Ernst des Lebens beginnen konnte. Dies war bei allen Völkern, auf allen Kontinenten üblich und ist z.T. noch heute so.

Wir sollten aufhören so zu tun, als könnte unsere moderne Gesellschaft über diese gesammelte Lebens- und Welterfahrung hinweg gehen.

Sehnsucht nach Herausforderung
Nach dem Entwicklungspsychologischen Modell „Circle of Courage“ von Brendtro, Brokenleg und van Bockern, lassen 13 / 14`jährige Jungs die Zeit hinter sich, in der es um die Zugehörigkeit im engeren Familiensinne ging und wollen jetzt zeigen, „was sie drauf haben“. In der Zeit bis etwa zum 18. Lebensjahr, wollen sie unter Beweis stellen, dass sie keine kleinen Kinder mehr sind und zu erstaunlichen Leistungen im Stande sind. Die Schule mit ihren Ansprüchen, Regeln und dem als lebensfern empfundenen Lernstoff, erscheint ihnen jedoch als ungeeigneter Ort dafür.

Sie würden die gefragten Aufgaben gerne in einem Bruchteil der dafür vorgesehenen Zeit erledigen und dann einfach für die wirklich wichtigen Dinge ihres Lebens frei haben. Da dies nicht vorgesehen ist, langweilen sie sich und nutzen ihre Fähigkeiten dazu, z.B. die Lehrer bloßzustellen, andere für ihre Sache um den Finger zu wickeln, oder auf die arroganteste Art zu verletzen… Die Lernaufgabe dieser Jahre im Circle of Courage heißt „Mastery“, etwas meistern, in etwas wirklich gut sein.

Jacqueline Leslie Roberts sagt dazu in ihrem Buch „Wilderness, a Circle of Courage and the Wisdom of Elders“, dass wenn das Bedürfnis eines Kindes kompetent zu sein, befriedigt wird, die Motivation dann um so mehr erreichen zu wollen, steigt. Beraubt man junge Menschen jedoch der Gelegenheiten erfolgreich zu sein, drücken sie ihre Frustration durch problematische Verhaltensweisen, Rückzug in die Hilflosigkeit und Minderwertigkeits-Gefühlen aus.
Da ihnen kaum eine Möglichkeit geboten wird, wirklich zu zeigen, was sie drauf haben, langweilen sie sich, haben keinen Bock mehr auf all die Dinge, die sie nicht wollen, kiffen, machen Party und finden alle anderen blöd….

Dass sie eigentlich junge Krieger sind zeigen sie, indem sie keine Angst vor Autoritäten, oder Älteren haben und sich immer wieder Mutproben aussetzen, gegebene Grenzen überschreiten und dabei die Gefahr in Kauf nehmen, erwischt und bestraft zu werden. Leider gibt es hier sehr schnell eine Anzeige, Polizei oder die Androhung horrender Ausgleichszahlungen. Wo es früher zu einer Wiedergutmachung kam, die von den Verursachern selber leistbar war und durch die sie sich als gerade Menschen zeigen konnten, kommt es heute sehr schnell zu einer Kriminalisierung, die nicht selten ihre Schatten voraus wirft.

Jungs brauchen in diesem Alter eigentlich sehr viel Aufmerksamkeit, jedoch nicht unbedingt in Form ständiger Maßregelung, Grenzsetzungen und Aufforderungen zu Disziplin.
Die Eltern und vornehmlich die Väter müssen in dieser Zeit als Reibefläche dienen, als Modell, von dem man sich wesentlich unterscheiden will. Dieses Standing der Eltern ist unerlässlich, weil junge Menschen nur so erfahren können, wo ihre persönlichen Begrenzungen und die der anderen Menschen genau verlaufen.

Mütter sind oft wichtig, um noch einen letzten Ort der Anlehnung zu haben, darüber hinaus kann sie jene ersehnte Aufmerksamkeit aber, als „Nicht-Mann“ nicht geben. Jungs können sich in ihrem „Mann-werden“ nicht an dem Vorbild der Mutter orientieren, sondern müssen sich gewissermaßen selber neu erfinden.

In ihnen erwacht „Litima“, dass innere Feuer junger Männer, gefährlich und anmutig zugleich. Litima kann junge Männer zu Höchstleistungen anspornen, jedoch auch zu skrupelloser Gewalt und dem Verlust eines über die Clique hinausgehenden tieferen Gewissens. Es kommt darauf an, in welche Richtung diese große Kraft gelenkt wird, ob ihnen beigebracht wird, diese Kraft sinnvoll, zum Wohle aller, zu integrieren.

Beispielhafte Schulprojekte
Die Not aller Beteiligten, die oben erwähnten Forschungsergebnisse sowie der Wille eine konstruktive, nachhaltige und zukunftsweisende Lösung zu erarbeiten, führte in den letzten Jahren zu einigen bemerkenswerten und mutigen Schulprojekten.

So gehört an der Gesamtschule Winterhude das Konzept „Herausforderungen“ zum Lehrplan. Es sieht vor, dass die Jahrgangsstufen 8 bis 10 das Schuljahr mit einem dreiwöchigen Abenteuer beginnt. Der Leitspruch dieser Wochen heißt dann auch folgerichtig: Zeig, was du drauf hast!

Etwa 300 Schüler suchen sich da Projekte aus, deren Spektrum so verschiedene Möglichkeiten, wie etwa eine gemeinsame Alpenüberquerung, eine Kanutour, oder die selbstständige Organisation eines Popkonzertes, umfasst.

Die Erfahrung mit diesem Konzept hat gezeigt, dass die Schüler in diesen Wochen so viel lernen, dass dies den Unterrichtsausfall bei weitem aufwiegt. Die staatliche Montessori-Oberschule in Potsdam geht besonders beherzt an den Versuch heran, einen neuen Umgang mit den sog. Flegeljahren zu erproben. Sie schickt die Klassen 7 und 8 zur Knochenarbeit auf ein verfallenes Feriengelände der Stasi. Auf dem Plan steht der Bau von Ställen, Werkstätten und einer Küche. Später sollen die Kinder hier jeden Monat eine Woche leben, lernen und Landwirtschaft betreiben. Die Schulleiterin Ulrike Kegler stellt das kühne Unternehmen in einem Buch mit dem Titel „In Zukunft lernen wir anders“, erschienen im Beltz Verlag, vor.

Eine 7. Klasse der Thomas-Schweicker-Hauptschule in Schwäbisch Hall zog kürzlich ins nahe Hohenloher Freilandmuseum. Drei Jahre lang werden die Kinder dort jede Woche zwei Tage verbringen und z.B. das marode Schulhaus dort zu renovieren. Dazu müssen z.B. Wände herausgerissen und Kubikmeterweise Steine und Dreck bewegt werden. Nebenher legen die Schüler historische Gärten an und erforschen die Geschichte der alten Bauten; bald wollen sie Besucher herumführen.

(Dieser Text enthält Auszüge aus dem empfehlenswerten Artikel „Ausflipp-Phase oder Aufbruchjahre – Hirnforscher fordern eine Neubewertung der Pubertät“, in der diesjährigen Spiegel Ausgabe vom 12.04.)